28.12.2001
Roman eines Romans
»Hat unser Volk wirklich kein Gedächtnis?« fragt Anatoli Rybakow
Von Fritz Rudolf Fries
Das ist kein gemütliches Buch der Erinnerungen aus der
Feder eines greisen Autors. Anatoli Rybakow, 1911 in einem
jüdischen Schtetl der Nordukraine geboren, ein hochbetagter
Mann und wie man nicht erklären muß weltberühmter
Autor eines in 50 Sprachen übersetzten Romans, ist ein
zorniger junger Mann geblieben. Sein nun vorliegender »Roman
der Erinnerung« ist ein Buch der Abrechnung. Es ist weniger
die Abrechnung mit sich selbst – ein Roman braucht einen
Helden,...
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