06.07.2015
Aus der Familiensoziologie: Der Ärmere geht fremd
Von Frank Ufen
Die Familie, sagt Pierre Bourdieu, entwickelt ihre soziale Bindungskraft nach den Regeln der vorkapitalistischen Ökonomie. Sie wird zusammengehalten durch Akte des Gabentausches, die sämtliche Herrschaftsbeziehungen in verklärte Gefühlsbeziehungen verwandeln. Basis der übertünchten Herrschaftsbeziehungen ist die unterschiedliche Kapitalausstattung der einzelnen Familienmitglieder: ihre finanziellen Ressourcen, ihr kulturelles Wissen, ihre soziale Vernetzung, ihr Pre...
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