20.12.2001
Unter Generalverdacht
Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt: Leben zwischen Wohnheim und Knast
Von Friedrich Koller
Eisenhüttenstadt – von diesem einstigen Industriezentrum der DDR ist nur noch der Name übriggeblieben. Mit dem Zusammenbruch der Industrie nach 1990 hielt die Arbeitslosigkeit Einzug in die Stadt und die umliegende Region. Vor allem Jüngere zogen weg. Andere blieben frustriert zurück. Manche suchten Sündenböcke und meinten, sie in den Insassen der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber gefunden zu haben. Anfang der 90er Jahre geriet die Stadt durch rassistische Ü...
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