16.11.2001
Trittbrettfahrer überall
Dresden: Der Mantel des Schweigens deckt Aktivitäten von Neonazis gegen die Neue Synagoge
Von Anselm Kröger, Dresden
Wer als Tourist nach Dresden fährt, tut dies nicht zuletzt des barocken Stadtkerns wegen, denn künstlerisch und architektonisch ist die Zeit in der Stadt vor knapp 90 Jahren stehengeblieben. Keine Diskussion zur Bebauung ohne eine ausführliche Referenz an das Vergangene. Der sogenannte Canaletto-Blick, also das Panorama von der Semperoper über die Brühlsche Terrasse hin zur Synagoge, ist das Sinnbild des alten Dresden. Aus den dreißiger Jahren stammt ein Film über d...
Artikel-Länge: 3512 Zeichen


