Zum Inhalt der Seite

Razzia: Neonazis planten Terroranschläge

Berlin/Karlsruhe. Mitglieder der neonazistischen »Oldschool Society« (OSS) wollten nach Erkenntnissen von Ermittlern schon in naher Zukunft rassistische Anschläge in Deutschland verüben. Möglicherweise bereits am kommenden Wochenende, meldete die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise. Entsprechende Hinweise gebe es aus der internen Kommunikation von Mitgliedern, die abgehört worden sei. Mit den von der OSS geplanten Bomben hätten demnach Menschen verletzt oder getötet sowie Gebäude stark beschädigt werden können. Vier OSS-Aktivisten waren am Mittwoch morgen im Zuge einer bundesweiten Razzia festgenommen worden. Die keineswegs konspirative Gruppe hatte seit Monaten auf Facebook gegen Flüchtlinge gehetzt und »bei Odin« geschworen, sie sei bereit, gegen »Asylanten und deren Unterstützer« in den Krieg zu ziehen. (dpa/jW)

Siehe Seite 4

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2015, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!