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07.05.2015
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BND-Affäre: De Maizière sieht sich entlastet
Berlin. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht sich in der BND-Affäre voll entlastet. »Ich habe als Kanzleramtsminister im Jahre 2008 nichts erfahren von Suchbegriffen der US-Seite, Selektoren oder ähnlichem zum Zwecke der Wirtschaftsspionage in Deutschland«, sagte er nach einem Auftritt im Parlamentarischen Kontrollgremium am Mittwoch. »Es wurden auch keinerlei Firmennamen genannt. 2008 ging es vielmehr um den Wunsch der amerikanischen Seite nach Ausweitung der Kooperation, einer problematischen Kooperation.« Der Bundesnachrichtendienst (BND) habe abgeraten. »Wir haben dann den Wunsch der amerikanischen Seite nach dieser Kooperation einvernehmlich abgeschlagen.« (dpa/jW)
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