12.03.2015
Rote Kicker
Der Fußballhistoriker Christian Wolter hat die Geschichte des Arbeiterfußballs in Berlin und Brandenburg untersucht
Von Nick Brauns
Im Kaiserreich galt Fußball noch als bürgerliches Vergnügen. Viele Arbeiter lernten ihn erst als Soldaten in der Kaserne, wo er manchem Offizier als eine Art kleines Manöver galt, kennen – und lieben. Durch den mit der Novemberrevolution 1918 erkämpften Acht-Stunden-Arbeitstag hatten die Proleten nach dem Krieg erstmals die nötige Freizeit, sich diesem materiell erschwinglichen Sport aktiv oder passiv zu widmen. Der deutsche Fußball zählte schon 1931 mehr als ...
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