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Länger arbeiten in der Schweiz

Zürich. Immer mehr Schweizer Firmen reagieren auf die Aufwertung des Frankens mit einer Verlängerung der Arbeitszeiten. Der Autozulieferer Georg Fischer vereinbarte mit den Beschäftigtenvertretern eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit um vier auf 44 Stunden bei gleichem Lohn, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die 44-Stunden-Woche gilt bis Jahresende und soll nach sechs Monaten überprüft werden. Der Ostschweizer Mühlenhersteller Bühler einigte sich mit seinen Angestellten auf ein Verlängerung der Arbeitszeit auf 45 Wochenstunden für sieben Monate, inklusive Lohnstopp für das ganze Jahr. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) warnte davor, das Problem des starken Frankens auf dem Rücken der Beschäftigten zu lösen. Die Gewerkschaft wisse bereits von mehr als 40 Firmen, die Lohnkürzungen oder Arbeitszeitverlängerungen planten oder schon umgesetzt hätten. Teilweise würden Mitarbeiter unter Druck gesetzt, den neuen Regeln zuzustimmen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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