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Rußlandtag findet nun doch statt

Berlin. Die aus SPD und CDU bestehende Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat grünes Licht für das erste hochrangige deutsch-russische Wirtschaftstreffen seit langem gegeben. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) teilte am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin mit, daß man an dem Rußlandtag Ende September festhalten werde. Es liege im Interesse des norddeutschen Bundeslandes, die Wirtschaftsbeziehungen mit dem östlichen Nachbarn weiter auszubauen.

Sellering, den Springers Welt anläßlich eines Interviews am Dienstag als »Putin-Versteher« einführte, betonte, er halte »die Veranstaltung in der jetzigen Situation auch für das richtige Signal«. Auch aus der Wirtschaft kam Zustimmung zu der Veranstaltung, an der auch der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder teilnehmen will – im Jargon der Russophoben ebenfalls ein Putin-Fan. Die EU hatte am Montag abend neue Wirtschaftssanktionen beschlossen, deren Umsetzung aber wegen der laufenden Waffenruhe in der Ostukraine zunächst verschoben. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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