30.08.2014
Am Ende der Wüste
In Mali glauben viele, daß Frankreich den umkämpften Norden des Landes absichtlich destabilisiert. Im Konflikt um Uran und Schmuggelrouten zerfällt das gesellschaftliche Gefüge
Von Sebastian Weis
Als die Franzosen kommen, rasiert sich El Hadj Djitteye das erste Mal seit neun Monaten. Die Islamisten springen auf ihre weißen Toyota-Pick-ups und fliehen aus Timbuktu. Hadjs Bart fließt den Rinnstein herunter. Seine Mutter lächelt. In Timbuktu wird nun viel Englisch gesprochen, von den Soldaten und den Mitarbeitern der internationalen Nichtregierungsorganisationen. Hadj beginnt zu studieren. Und zu übersetzen. Auch die UNO engagiert ihn. Ein Mitarbeiter schreibt ...
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