04.08.2014
Literatur und Nomadentum
Eduardo Halfons Roman »Der polnische Boxer« ist eine atemberaubende Expedition an die Grenze von Dichtung und Wahrheit
Von Kristina Petzold
Wer es dramatisch mag, wünscht sich nach diesem Buch eine Schaufel und eine Geige. Das eine, um die deutsche Gegenwartsliteratur zu begraben, und das andere, um auf ihrem Grab fiedelnd ein Tänzchen hinzulegen. Jedenfalls ist das, was der guatemaltekische Autor, Eduardo Halfon, mit seinem Roman »Der polnische Boxer« vorlegt, absolut überzeugend. Wieso nur wurde dieser Autor erst jetzt, zehn Jahre nach seinem schriftstellerischen Debüt, ins Deutsche übersetzt? Viellei...
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