30.07.2014
Kinder der Rhetorik
Respekt vor dem Shakespeare-Sound, weniger vor Weinflaschen und Schlafzimmern: »Viel Lärm um nichts«
Von Peer Schmitt
Der Morgen danach. Er ist nicht selten so unordentlich wie peinlich. Was hat man nicht wieder getrieben, das man vielleicht besser hätte bleiben lassen sollen. Oder dann auch wieder nicht. Bloß nichts bereuen.
Joss Whedons Home-Movie-Adaption von Shakespeares »Much Ado About Nothing« (Viel Lärm um nichts) ist im Grunde nichts anderes als eine lange Meditation über den Morgen danach und seine schlimmen bis lustigen Folgen. Es herrscht aufgelöste Katerstimmung. Möge...
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