03.04.2014
Irgendwo steinalt
Theorie. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der sogenannten Fischer-Kontroverse in der BRD nimmt die revisionistische Diskussion über den Ersten Weltkrieg Fahrt auf. Versuch einer vorläufigen Bestandsaufnahme
Von Leo Schwarz
Imanuel Geiss, in jungen Jahren einer der engsten Mitarbeiter des Hamburger Historikers Fritz Fischer und nach 1980 – prominentes Exempel der konservativen Trendwende in den Geisteswissenschaften der BRD – glücklich zur Totalitarismustheorie bekehrt, hatte vor über zehn Jahren eine Idee. Fischer, so teilte er einem Gesprächspartner mit, habe eigentlich »ganz persönlich für sich das Dritte Reich durch seine wissenschaftlichen Arbeiten bewältigen« wollen. ...
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