11.02.2014
Strategisches Urteil
Atomkonzern Areva offiziell nicht korrupt. Pariser Gericht straft Kernkraftgegner ab
Von Jörg Tiedjen
Am vergangenen Freitag hat ein Pariser Gericht den Umweltaktivisten Stéphane Lhomme wegen »übler Nachrede« zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Lhomme hatte dem französischen Atomkonzern Areva, an dem der Staat 79 Prozent der Anteile hält, korrupte Praktiken bei seinen Geschäften im Sahelstaat Niger vorgeworfen. Areva hatte auf ein Vielfaches der Summe geklagt, doch trotz der vermeintlich geringen Strafe wirft das Urteil Fragen auf.
Schon am 11. Dezember 2...
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