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Prozeß wegen Spionage für Syrien

Berlin. Ein Deutsch-Libanese muß sich seit Dienstag wegen Spionage für einen syrischen Geheimdienst vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Der 60jährige soll Informationen über in Deutschland lebende syrische Oppositionelle gesammelt haben. Beim Prozeßauftakt bestritt er jegliche Agententätigkeit. Er gab zwar zu, sich mit einem Syrer getroffen zu haben, der im vergangenen Dezember selbst wegen Spionage zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden war. Er habe aber keine Kenntnis über dessen Aktivitäten gehabt, gab der Angeklagte an.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2013, Seite 4, Inland

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