17.01.2001
Von Schnäpsen und Särgen
Das Staatstheater Cottbus begibt sich aufs Land. Und zeigt eine Sozialtragödie
Von Dirk Pilz
Der Schauplatz gleicht dem Innern eines Sarges: die Wände schwarz, der Raum verengt. Und dort, wo gewöhnlich der Deckel sitzt, drehen sich auf der Hinterbühne die gezimmerten Hoffnungen auf ein bißchen Leben jenseits des todgeweihten Daseins: Küche und Kirche, Gasthof und Schnapsbar. Wir schauen auf den verzweifelt-fröhlichen Versuch, dem dräuenden Ende zu entweichen. Aber wie in jeder echten Tragödie ist der Niedergang mit allem Anfang schon vorgezeichnet. Nach übe...
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