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07.09.2013
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Ministerwechsel in Kolumbien
Bogotá. Nach wochenlangen Sozialprotesten hat der kolumbianische Staatschef Juan Manuel Santos die Regierung umgebildet. Santos kündigte am Donnerstag in einer Fernsehansprache in Bogotá eine »Regierung der Einheit für den Frieden« an. Fünf von 16 Kabinettsmitgliedern wurden ausgetauscht, darunter die Minister für Inneres, Justiz, Landwirtschaft, Bergbau und Umwelt. Santos steht weniger als ein Jahr vor den Wahlen stark unter Druck. Die Regierung ist mit landesweiten Protesten von Bauern und Bergarbeitern konfrontiert. Ende August hatte Santos eingeräumt, daß die Landwirtschaft Kolumbiens »in einer Krise« stecke. Die Landarbeiter leiden unter verstärkter Konkurrenz wegen einer Reihe von Freihandelsabkommen sowie unter einer Aufwertung der kolumbianischen Währung.
Die Bergarbeiter beendeten am Dienstag ihre Proteste vorläufig, nachdem sie ein Abkommen mit der Regierung erzielt hatten, das die Anerkennung selbständig tätiger Bergleute vorsieht. Seit dem Beginn der Proteste wurden bei Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften landesweit zwei Menschen getötet und rund 150 Menschen verletzt.
(AFP/jW)
Die Bergarbeiter beendeten am Dienstag ihre Proteste vorläufig, nachdem sie ein Abkommen mit der Regierung erzielt hatten, das die Anerkennung selbständig tätiger Bergleute vorsieht. Seit dem Beginn der Proteste wurden bei Zusammenstößen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften landesweit zwei Menschen getötet und rund 150 Menschen verletzt.
(AFP/jW)
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