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Brandenburg: NPD marschierte nicht

Eisenhüttenstadt. Im Land Brandenburg haben Gegendemonstranten am Samstag mehrere NPD-Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte im Keim erstickt. In Eisenhüttenstadt war ein Aufmarsch der neofaschistischen Partei beendet worden, bevor er sein Ziel, die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, erreichen konnte. Gegendemonstranten hatten die Neonazis bereits erwartet. Die Polizei löste die NPD-Versammlung nach eigenen Angaben deshalb auf, weil einige der etwa 20 Teilnehmer gefährliche Gegenstände bei sich hatten. Vor der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt protestieren zur Zeit Flüchtlinge mit einem Camp für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und die Erfüllung ihrer politischen Forderungen, u.a. der nach Arbeitserlaubnis. Die NPD wollte ihren Aufmarsch in Fürstenwalde fortsetzen. Dort protestierten laut Veranstalter etwa 80 Menschen gegen die »menschenverachtende Stimmungsmache gegen Geflüchtete«.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2013, Seite 15, Antifaschismus

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