07.08.2013
Nutzlose Schönheit
Nicolas Wackerbarth hat einen Film über verhinderte Begegnungen gemacht
Von André Weikard
Merle schellt vergebens. Niemand öffnet die Tür. Niemand erwartet sie. Sie muß ausharren. Das Unbehagen wird größer. Merle schlägt sich in die Büsche und uriniert. Warten, das ist es, was Nicolas Wackerbarth in seinem Langfilmdebüt zelebriert. Merle, Ende Dreißig, steht vor einem ummauerten Ferienhaus in der Provence. Ihr Freund kommt nicht. Statt dessen schließt ein Hausverwalter das Tor auf. Das Luxusdomizil mit Pool und Designermöbeln ist ein toter Ort, leer und ...
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