22.06.2013
Größte Gemeinheit
»Selbstmord. Suicide« auf Gemälden von Valérie Favre in Berlin
Von Gisela Sonnenburg
Als ich sieben oder acht Jahre alt war, fand ich meine Mutter auf dem moosgrünen Teppichboden unseres Wohnkellers. Sie lag auf dem Bauch in ihrem Erbrochenen, neben ihr befanden sich eine Pappschachtel von Schlaftabletten und eine halb geleerte Flasche Weißwein. Vermutlich rettete ich ihr das Leben. Später hörte ich sie auf der Toilette sich endlos übergeben. Die Schrecksekunden, sie zu finden, stecken mir heute noch in den Gliedern. Ich dachte damals, sie sei tot.
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