20.06.2013
»Es ist noch lange nicht vorbei«
Der zähe Ausstieg des Carsten S.: Angeklagter im NSU-Prozeß spricht Opferfamilien Mitgefühl aus
Von Claudia Wangerin
Der mutmaßliche Terrorhelfer Carsten S. kann außer seinem Wunsch nach einem Coming Out als Schwuler keine handfesten Gründe nennen, warum er sich im Jahr 2000 aus der Neonaziszene zurückgezogen habe. Mehrere Nebenklageanwälte befragten den 33jährigen am Mittwoch im Münchner Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU), welche ideologischen Gründe er für seinen Ausstieg gehabt habe. Nach der Gesinnung gefragt, von der er dama...
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