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Westerwelle mahnt Karsai-Regierung

Berlin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat Afghanistans Regierung zu mehr Anstrengungen für politische Reformen ermahnt. Bei einer internationalen Konferenz am Dienstag in Berlin forderte Westerwelle einen »energischeren Kampf« gegen Korruption, für die Wahrung von Frauen- und Minderheitenrechten sowie eine faire und transparente Präsidentenwahl im kommenden Jahr. Westerwelle äußerte sich bei einem Treffen der internationalen Afghanistan-Kontaktgruppe, an der die Afghanistan-Sonderbeauftragten aus mehr als 50 Ländern teilnahmen. Abermals sicherte er Unterstützung auch über das Jahr 2014 hinaus zu, wenn die internationalen Kampftruppen Afghanistan verlassen haben sollen. Die Bundesregierung will dennoch deutsche Soldaten im Land lassen, sagt aber noch nicht, wie viele.

Bei dem Treffen ging es insbesondere um zivile Wiederaufbauhilfe sowie um die Forderung nach einer besseren Regierungsführung. Im April 2014 soll in Afghanistan ein Nachfolger für Präsident Hamid Karsai gewählt werden. Die Kontaktgruppe kommt etwa alle vier Monate zusammen. In Deutschland war es das erste Treffen seit April 2009.


(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2013, Seite 5, Inland

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