18.04.2013
Keine Hühnerdiebe
Bayerns Geheimdienst nahm den Datenschutz angeblich sehr ernst, als die Polizei einen rassistischen Serienmörder suchte und Informationen über Neonazis wollte
Von Claudia Wangerin
Der bayerische Verfassungsschützer Rupert Biber gab sich am Mittwoch vor dem Untersuchungsausschuß des Landtags zum Neonaziterror als gewissenhafter Datenschützer. Der 44 Jahre alte Jurist und Regierungsdirektor sollte im Zeugenstand erklären, warum seine Behörde acht Monate gebraucht hatte, um der Polizei Informationen über Neonazis zu übermitteln, als im Jahr 2006 nach mehreren Morden an Männern türkischer und griechischer Herkunft ein »Einzeltäter mit fremdenfein...
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