01.02.2013
Zu Späth
Kreuzberger Notizen
Von Eike Stedefeldt
Morgendlicher Winterspaziergang, klirrende Kälte. Jungfräuliches Weiß unter kristallklarem Himmel verzaubert den fast menschenleeren Alten Luisenstädtischen Friedhof. Still ruht der Flugbetrieb am sonst von Meisen bewohnten, 1904 von Herrn Hugo Raussendorff gestifteten hohlen Engel. Unverdrossen blickt er zur Freikirche am Südstern hinüber, als wäre von dort tatsächlich »die Gute Nachricht von Jesus Christus« zu erwarten. Auch der Feldhase läßt sich nicht sehen, des...
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