11.01.2013
Er braucht das
Vorteile männlichen Stumpfsinns: »Der Geschmack von Rost und Knochen« in einem französischen Kinofilm
Von Peer Schmitt
Den Geschmack von Rost und Knochen spürt der Boxer im Mund, wenn er in die Fresse kriegt. Bestimmt nicht angenehm, aber dann auch wieder nicht so unangenehm, daß er nie wieder boxen würde. Er gewöhnt sich dran. Er braucht das. Bekanntlich macht »Rost« (Eisenoxid) das Blut rot. Blut und Knochen also, beides knapp unter der Haut: Das »Innenleben« hat den Geschmack von ’nem Schlag in die Fresse. So erklärt sich der Titel von Jacques Audiards neuem Film.
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