21.12.2012
Die Balance der Ballerinen
Für Tänzerinnen ist das Halten des Gleichgewichts existentiell – beruflich wie privat
Von Gisela Sonnenburg
Wenn Julia erstmals auf einem Fest tanzt, formuliert sie ihre Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit. Im Ballett »Romeo und Julia« von John Cranko stellt sie sich dazu auf ein Bein, streckt das andere hinten in die Höhe, hebt die Arme, reißt den Kopf hoch – und der ganze zarte, schöne Körper der Berliner Primaballerina Shoko Nakamura scheint ein einziger Stoßseufzer zu sein.
Um so zu tanzen, bedarf es einer besonderen Fähigkeit: Balance zu halten. »Es gibt ver...
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