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Britannien macht den Rückzieher

London. April, April: Die britische Regierung hat ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr und danach stark nach unten korrigieren müssen. 2012 werde die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs um 0,1 Prozent schrumpfen, statt wie bislang vorhergesagt um 0,8 Prozent wachsen, sagte Finanzminister George Osborne am Mittwoch vor dem Unterhaus in London. Auch im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt wohl nur um 1,2 Prozent zulegen. Bislang hatte die Regierung 2013 ein Wachstum von 2,0 Prozent vorausgesagt.

Osborne mußte zugeben, daß der geplante Schuldenabbau unter diesen Voraussetzungen Makulatur ist: Er habe sein Ziel verfehlt, sagte der Minister. Das rigide Sparprogramm der Regierung werde ein Jahr länger brauchen als geplant, um Wirkung zu zeigen, also bis 2018.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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