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30.10.2012

Lügentafeln

Kurt Pätzolds Buch über deutsche Kriegerdenkmale

Von Arnold Schölzel
Zweimal ergossen sich Wellen von Kriegerdenkmaleinweihungen über Deutschland: Von 1871 bis 1913 – ein Autor sprach 1901 von »Denkmalpest« – und nach dem Ersten Weltkrieg von 1920 bis 1933. Kurt Tucholsky schrieb 1925 nach einem Spaziergang durch den Pariser Vorort Enghien, wo an vielen Häusern Erinnerungstafeln auf Weltkriegstote verwiesen: »Die Tafeln lügen.« Es müsse nicht heißen: »tué pour la patrie«, sondern »tué par la patrie« – getötet nicht ...

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