06.10.2012
Äpfel und Birnen
Mit dem T-Wort in der Vollmeisenvoliere. Michael Roes’ Roman »Die Laute«
Von Wolfgang Müller
Den Aufstieg eines vom göttlichen Funken Berührten zu schildern, hat Tradition und mutet zugleich sozialliberal an. Im Roman »Die Laute« funkt es nicht, sondern der jemenitische Junge Asis wird vom Blitz getroffen. So lernt er die Schönheit der Musik kennen: »Wo zaubert dieser noch so unerfahrene Knabe nur seine magischen Töne her? Er ist doch nur ein einfacher Flickschustersohn?« Aus diesem Gedankenblitz macht Autor Michael Roes einen Entwicklungsroman. Der Ich-Erz...
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