29.09.2012
Unaufhaltsam abwärts
Verfehltes Krisenmanagement der Politiker in EU und Euro-Zone. Probleme werden nicht gelöst, sondern verschoben, und die Rechnung geht an die Bürger
Von Rainer Rupp
Zwei Entscheidungen dominierten die Wirtschaftsnachrichten in der ersten Septemberhälfte: Die bedingte Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts zu Mario Draghis Plan, marode Staatsanleihen, aus Krisenländern der Euro-Zone aufzukaufen. Und die sogenannte quantitative Lockerung (QE3) der US-Notenbank (Fed), mit der die US-Geldinstitute erneut zusätzliche Liquidität (allmonatlich mindestens 40 Milliarden Dollar) erhalten.
Beide Maßnahmen gelten gemäß der Zentralbankre...
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