13.09.2012
Ein Doppelleben
Trotz Einstellung des Verfahrens wegen Mordverdachts 2006 bleiben Fragen: Einstiger hessischer Verfassungsschützer mußte vor NSU-Untersuchungsausschuß aussagen
Von Sebastian Carlens
Als der einstige Verfassungsschützer Andreas Temme am Mittwoch den runden Sitzungssaal im Berliner Paul-Löbe-Haus betritt, in dem der Bundestagsausschuß zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) tagt, entsteht Bewegung auf der Balustrade. Die Pressevertreter beugen sich über die Brüstung, um einen Blick auf den unscheinbaren, glatzköpfigen Mann in braunem Anzug zu werfen: Temme, bis 2006 beim hessischen Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) beschäftigt, soll be...
Artikel-Länge: 5612 Zeichen


