05.09.2012
Als Zeitbomben stigmatisiert
Das Bundesinnenministerium bleibt jeden Beweis für eine massenhafte Radikalisierung junger Muslime schuldig, die es mit der Plakatkampagne »Vermißt« suggeriert
Von Ulla Jelpke
Mit der Plakatkampagne »Vermißt« präsentiert das Bundesinnenministerium auf fiktiven Steckbriefen junge Männer zumeist migrantischer Herkunft im Stile flüchtiger Verbrecher. Ein Text unter dem Bild eines freundlich schauenden Jugendlichen lautet: »Das ist unser Sohn Ahmad. Wir vermissen ihn, denn wir erkennen ihn nicht mehr. Er zieht sich immer mehr zurück und wird mit jeden Tag radikaler. Wir haben Angst, ihn ganz zu verlieren – an religiöse Fanatiker und Ter...
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