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23.08.2012
- → Kapital & Arbeit
MAN: Neue Vorwürfe um Bestechung
München. Der MAN-Schmiergeldprozeß könnte schon bald noch größere Kreise ziehen. Ein Zeuge sagte am Mittwoch vor dem Landgericht München aus, der damalige Konzernchef Hakan Samuelsson habe schon Jahre vor dem Auffliegen des Skandals von der Bestechungspraxis gewußt. Er habe Samuelsson im Mai 2006 darüber informiert, daß seine Abteilung auf dubiose Provisionszahlungen in Slowenien gestoßen sei, erinnerte sich der frühere Leiter der Gesamtrevision. »Das Wort ›Schmiergeldzahlungen‹ habe ich ihm gegenüber erwähnt.« Gegen den früheren Topmanager wird nicht ermittelt. Vor Gericht steht derzeit der einstige Chef der Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann.
2009 war aufgeflogen, daß der Dax-Konzern jahrelang den Verkauf von Lastwagen, Bussen und Maschinen mit Bestechungsgeldern angekurbelt hatte. Laut Anklage wußte der einstige Nutzfahrzeugchef von dem Schmiergeldsystem und duldete es, statt es zu unterbinden. Weinmann bestreitet die Vorwürfe.
(Reuters/jW)
2009 war aufgeflogen, daß der Dax-Konzern jahrelang den Verkauf von Lastwagen, Bussen und Maschinen mit Bestechungsgeldern angekurbelt hatte. Laut Anklage wußte der einstige Nutzfahrzeugchef von dem Schmiergeldsystem und duldete es, statt es zu unterbinden. Weinmann bestreitet die Vorwürfe.
(Reuters/jW)
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