20.07.2012
Der politisierte Körper
Die Performancekünstlerin Michèle Murray verbindet die Genderdebatte mit Romantik. Zur Herstellung von Authentizität probt sie auch mal das »Leben als Mann«
Von Gisela Sonnenburg
Zumeist geht der Drang, sich nach Musik expressiv zu bewegen, vom Gefühl aus. Die Beine tanzen sozusagen von allein. In der Ballettschule werden Disziplin und Leistung geübt – aber das Tanzen selbst bleibt oft eine rein emotionale Angelegenheit. Bei der französisch-amerikanischen Performancekünstlerin Michèle Murray ist das anders. Sie kam über den Kopf zu dem, was sie heute macht: Avantgardekunst. Ballett, sagt sie, war ihr »nicht genügend demokratisch«. Die ...
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