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06.10.1997

Exil im brandenburgischen Gollwitz

400-Seelen-Gemeinde soll 60 Aussiedler integrieren und gilt plötzlich als ausländerfeindlich

Von Peter Murakami
Gollwitz downtown. An der Kreuzung Bäckerstraße und Mühlenweg rottet eine Wasserpumpe vor sich hin. Wie ausgestorben liegt das brandenburgische Dorf in der Septembersonne. Die paar hundert Spatzen, die sich in einem Kastanienbaum-Biotop breitgemacht haben, erzeugen eine bescheidene Geräuschkulisse. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Doch der Eindruck trügt. Seit die Landesregierung vor knapp zwei Wochen beschlossen hat, rund 60 Aussiedler aus der ehemaligen S...

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