13.07.2012
Privatisierungsbilanz
BVVG verkaufte seit 1992 mehr als 1,3 Millionen Hektar Agrarland in Ostdeutschland. Ansprüche von »Alteigentümern« sichern Beschäftigung in der bundeseigenen GmbH
Von Jana Frielinghaus
Die Treuhand-Tochter BVVG (Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft) hat unter Landwirten in Ostdeutschland kein besonders gutes Image. Sie gilt als eine Art Vampir, der ihnen mittels Oktroyierung teurer Kauf- oder Pachtverträge Lebenssaft abzapft. Die Leitung des bundeseigenen Unternehmens kann das nicht verstehen und verweist seit Jahren unermüdlich darauf, daß dessen Status nur der eines »ausführenden Organs« sei. Man bewege sich »innerhalb der von der Polit...
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