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23.06.2012

Die Ruhe auf dem Land

Von Wiglaf Droste
»Aaah, herrlich!« stöhnt der aufs Land Geflohene vor Wonne auf. »Diese Ruhe! Himmlisch!« Und saugt die Luft ein wie paradiesischen Odem. Er hat es geschafft, ist heraus aus Lärm und Geschrei, aus brodelndem Gewimmel und Gewürm. Am Busen der Natur will er niedersinken und Ruhe und Frieden haben, genauer: seine Ruhe und seinen Frieden, denn es könnt zwar die Welt in Dutt gehen, in Klump, und alles ganz und gar zuschanden werden, und doch hat er jetzt seine Ruhe, basta...

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