18.06.2012
Ein schlimmer Ort
Nichts ist gut im von den USA »befreiten Irak«: Lage der Kinder nach zwei Jahrzehnten Sanktionen, Krieg und Besatzung verheerend
Von Karin Leukefeld
Im Mai 1996 wurde die damalige US-Außenministerin Madeleine Albright im US-TV-Magazin »60 Minutes« zu den Folgen der auf Druck Washingtons verhängten UN-Sanktionen gegen den Irak befragt. 500000 Kinder seien gestorben, »mehr als in Hiroschima«, hieß es in der Moderation. »Glauben Sie, daß es den Preis wert ist?« Es sei eine »sehr schwere Entscheidung«, meinte Albright und bekräftigte dann: »Wir denken, es ist den Preis wert.« Bis heute sterben jedes Jahr mehr als 30...
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