07.06.2012
Wie fiktiv ist das Kapital?
Warten auf den Zusammenbruch: Zwei Autoren der Gruppe Krisis legen eine lesenswerte Monographie zur kapitalistischen Krise vor
Von Detlef Buchsbaum
Zur ökonomischen Krise hat der Kulturbetrieb eine unüberschaubare Menge an Büchern ausgestoßen. Bei aller scheinbaren Vielfalt haben diese Bücher eine ideologische Zielsetzung gemein: Das systemimmanent Unbegreifbare, die Krise des Kapitals, mit der kapitalistischen Ideologie in Einklang zu bringen. Ob es nun gierige Banker, unfähige Manager, korrupte Politiker oder faule Ausländer sind; so ziemlich alles wird verantwortlich gemacht – nur nicht das Kapital.
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