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Absage an ­ThyssenKrupp

Frankfurt. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger wird das verlustreiche Stahlwerk in Brasilien wohl nicht an den dortigen Partner los. Eine Sprecherin des Bergbauunternehmens Vale aus Rio de Janeiro sagte Reuters am Samstag abend, das brasilianische Unternehmen wolle an keinem Stahlwerk die Mehrheit übernehmen. Allerdings schloß sie nicht aus, daß Vale, das bereits 27 Prozent an dem Thyssen­Krupp-Werk hält, den Anteil aufstockt. Das weltweit zweitgrößte Bergbauunternehmen sieht in den Beteiligungen an Stahlwerken eine Möglichkeit, Nachfrage nach seinem Erz zu schaffen, hält aber am Kerngeschäft Bergbau fest. »Wir wollen kein Stahlkocher werden«, hatte Vale-Chef Murilo Ferreira im Mai gesagt.

Die WirtschaftsWoche hatte zuvor unter Berufung auf Unternehmenskreise gemeldet, Vale sei bereit, die Stahlschmelze zu übernehmen.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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