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03.02.2012

Trend zur Selbstliebe

Vom »Dornröschen«- zum »Ich-und-ich«-Konzept: Iris Osswald-Rinner hat den Wandel der ­gesellschaftlichen Konstruktionen von Lust seit Beginn der 1950er Jahre untersucht

Von Susan Geißler
Kann es sein, daß wir immerzu mit Sex beschäftigt sind, in diesem Bereich aber gar nicht mehr so viel Handfestes stattfindet? Diesen Eindruck hat zumindest Iris Osswald-Rinner gewonnen, die sich in ihrem Buch »Oversexed and underfucked« mit der »Erfindung« und Verwaltung der Lust seit Einführung der Anti-Baby-Pille bis zur aktuellen youporn-Ära befaßt hat. Sex, Lust und Begehren gehören seit Jahren zu den Bestsellern unter den soziologischen Themen. Befeuert wird da...

Artikel-Länge: 6705 Zeichen

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