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Plädoyer für Piraten in Hamburg

Hamburg. Im Hamburger »Piraten-Prozeß« hat ein Strafverteidiger in seinem Plädoyer Gericht und Anklagevertretung scharf kritisiert. Die Oberstaatsanwältin habe in ihrem Plädoyer die persönlichen Lebensverhältnisse der zehn Angeklagten in Somalia weitestgehend ignoriert, sagte Verteidiger Claus-Philipp Napp am Dienstag vor dem Hamburger Landgericht. In ihrer zweistündigen Rede sei die Anklägerin nur 34 Sekunden lang auf die Situation in dem bürgerkriegsgeplagten afrikanischen Land eingegangen. Ihre Forderung nach zehn Jahren Haft sei angesichts der lebensbedrohlichen Lage überzogen. Die Männer sind wegen eines Überfalls auf den Frachter »Taipan« im April 2010 angeklagt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2012, Seite 5, Inland

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