13.01.2012
Methodisches Lesen
Die US-amerikanische Verfilmung von »Verblendung« ist voyeuristisch und politikfern
Von Peer Schmitt
Aus Literatur macht man eher selten gute Filme, aus Schrott und mittelprächtigen Büchern schon weit häufiger. Auf David Finchers Verfilmung von Stieg Larssons Bestsellerroman »The Girl with the Dragon Tattoo« (auf deutsch »Verblendung«) trifft aber auch das nicht zu. Der Film ist mindestens so dröge wie Larssons Gebrauchsprosa, die mehrere Millionen Menschen lesen wollten, vermutlich weil sie so schluffig ist, daß es sehr gut ein Lesen ohne genaueres Lesen, ein Wegb...
Artikel-Länge: 6800 Zeichen


