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SEK-Beamte wieder entlassen

Berlin. Bei einer Prügelei sind im Berliner Stadtteil Mitte drei Männer verletzt worden. Der anfängliche Tatverdacht gegen zwei SEK-Beamte außer Dienst hat sich nach Angaben der Polizei nicht bestätigt. Die Ermittlungen einer Mordkommission wegen gefährlicher Körperverletzung dauern aber an. Die beiden Polizisten standen im Verdacht, bei einem Fest einen 20jährigen zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Der junge Mann kam in der Nacht zu Samstag in eine Klinik, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zwei von dessen drei Begleitern, die den Berichten zufolge einschritten, sollen ebenfalls verletzt worden sein. Einer von ihnen erlitt einen Nasenbeinbruch. Nach Informationen der Berliner Morgenpost (Sonntagausgabe) sollen der Kriminalpolizei Hinweise vorliegen, denen zufolge das Quartett gezielt Streit mit vermeintlichen Skinheads gesucht haben soll.

Dem gleichen Bericht zufolge waren die in Verdacht stehenden Beamten des Spezialeinsatzkommando (SEK) betrunken und seien von Kollegen festgenommen worden. Nach den Vernehmungen konnten die Männer im Alter von 32 und 37 Jahren die Dienststelle verlassen. »Ein Tatverdacht liegt bei ihnen nicht mehr vor«, hieß es.(dapd/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2011, Seite 5, Inland

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