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Waffenlieferung wird untersucht

Berlin. Die Waffenschmiede Heckler & Koch will mit Experten vor Ort in Libyen klären, wie deutsche Sturmgewehre in die Hände des Regimes von Exstaatschef Muammar Al-Ghaddafi gelangen konnten. »Wir stehen mit den Behörden in engem Austausch und planen, ein breit angelegtes Expertenteam nach Tripolis zu schicken, um gemeinsam mit den relevanten Stellen vor Ort die Sachlage zu prüfen«, sagte Geschäftsführer Martin Lemperle der Bild am Sonntag. Zugleich bekräftigte er, Heckler & Koch habe zu keinem Zeitpunkt Waffen nach Libyen exportiert.

Das ARD-Magazin »Kontraste« und die Stuttgarter Nachrichten hatten berichtet, die Kämpfer gegen Ghaddafi setzten G36-Sturmgewehre des Herstellers in Oberndorf am Neckar ein.
(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2011, Seite 5, Inland

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