Zum Inhalt der Seite

Ausladung für Erika Steinbach

Frankfurt/Main. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat die CDU-Politikerin Erika Steinbach von der Feier zu ihrem 25jährigen Bestehen am Samstag ausgeladen. Pro Asyl habe kurzfristig den Festakt vom Frankfurter Rathaus Römer ins Haus am Dom verlegt, um einen Besuch der langjährigen Präsidentin des Bundes der Vertriebenen zu verhindern, schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Geschäftsführer Günter Burk­hardt sagte der Zeitung, die Einladung sei durch die Stadt Frankfurt ausgesprochen worden und habe »bei Weggefährten und Flüchtlingen für Unmut gesorgt«. In das kircheneigene Haus am Dom kann die Stadt nicht einladen.

Steinbach sprach dem Blatt zufolge von »Vorbehalten aus den achtziger und neunziger Jahren«.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.09.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!