01.09.2011
Platzhalter
Oder, besser: Verse, die haften bleiben, ohne klebrig zu sein. Der neue Band der Lyrikerin Katharina Schultens
Von Kristoffer Cornils
Gierstabil«, so ein Titel weckt Neugier. Was hat es mit diesem Wort auf sich? Will man den Schleier vor Katharina Schultens’ zweitem Gedichtband lüften, findet man zuerst keine Erleuchtung, die Texte beschäftigen sich zunächst mit sich selbst. Schon im ersten Vers werden Konjunktive beschworen, dann geht es weiter, »ohne kommata, syn- / kopisch bestenfalls wechselnden takts« über »platzhalter« und die »vergleichs- / werkstatt« Körper. Die Neugier endet fast, U...
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