Zum Inhalt der Seite

Kuba ändert Migrationspolitik

Havanna. Kuba will seine Migrationspolitik den veränderten Bedingungen anpassen. Das kündigte der kubanische Präsident Raúl Castro am Montag (Ortszeit) im Rahmen einer Parlamentsdebatte an. Man sei bei der Ausformulierung eines Maßnahmenpakets vorangekommen, mit dem die Verbindungen Kubas zu den im Ausland lebenden Kubanern verstärkt werden sollen, sagte der Staatschef. Einige Maßnahmen hätten zum Zeitpunkt ihrer Einführung eine Berechtigung gehabt, seien heute jedoch überholt, äußerte Castro. So hätten die USA in den ersten Jahren der Revolution »Terroristen und Verrätern jeder Art« Unterschlupf gewährt und gezielt gut ausgebildete Menschen abgeworben. Heute verlasse die Mehrheit aus wirtschaftlichen Gründen das Land, liebe aber weiterhin ihre Heimat und zeige sich solidarisch mit ihren Landsleuten. Kuba werde jedoch in das Paket auch Maßnahmen aufnehmen, durch die »der Raub von Talenten, den die mächtigen Nationen praktizieren« verhindert werden solle.

(PL/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2011, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!