19.07.2011
Exklusive Solidarität
Industriegewerkschaften setzen vornehmlich auf Interessenvertretung von Stammbeschäftigten – mit fatalen Konsequenzen
Von Daniel Behruzi
Jahrzehntelang wurden die bundesdeutschen Gewerkschaften in der
Soziologie als »korporatistisch« und
»intermediär« beschrieben. Der in den 1970er
Jahren entwickelten Analyse zufolge gelten sie als
intermediär, »weil sie sich nicht auf die Vertretung von
Arbeiterinteressen allein beschränken, sondern weil sie stets
auch die Interessen der Kapitalseite in ihre Handlungsstrategien
inkorporieren«, schreibt Thomas Haipeter vom Institut Arbeit
und Qualifikation (IAQ) an d...
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