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01.07.2011

Gut und böse

Psychologie im Faschismus: Der ­bewegende Debütroman von Jens Bjørneboe in einer neuen Ausgabe

Von Martin Brinkmann
Daß der Mensch sowohl zur ungeheuerlichen Bestialität neigt als auch zur herausragenden künstlerischen Leistung befähigt ist, hat den Schriftsteller Jens Bjørneboe fast irre gemacht. Wie kaum ein anderer Autor des 20. Jahrhunderts hat der norwegische Außenseiter sein 1976 selbst gemordetes Leben der Klärung dieser Frage gewidmet: Wieso gibt es das Gute und das Böse in der Welt? Von seinem Debütroman »Ehe der Hahn kräht« (1952), der jetzt im kleinen Lüneburger Merlin...

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